Bericht in der Rhein-Hunsrück Zeitung: "Coronavirus legt Spendenfahrt für Kinder auf Eis"

(Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 02.06.2020)

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung.

Autor: Volker Boch

Rhein-Hunsrück Zeitung vom 17.01.2018

Marathonläufer spenden für rumänische Waisenkinder

Wahlbach. Die Ausdauersportler des Hunsrück Marathon Vereins lieben nicht nur die langen Distanzen, sie haben auch ein Herz für bedürftige und in Not lebender Kinder. Einen Spendenscheck über 660 Euro überreichte ihr Vorsitzender Ottmar Berg (3. von rechts) an Michael Nagel, Sprecher des Vereins zur Unterstützung bedürftiger Kinder in Rumänien, in deren Lagerhalle in Wahlbach. Bis unter die Decke stapeln sich in dem ehemaligen Raiffeisenlager die Kartons mit Hilfsgütern aller Art. Noch im Januar wird wieder ein größerer Transport auf den Weg in das Balkanland gebracht. Freiwillige Helfer aus dem Hunsrück fahren die Lkw und organisieren in eigener Regie die Verteilung. Wie in den Jahren zuvor kam auch in den Kinderläufen des City Runs beim Hunsrück Marathon 2017 eine Geldspende zusammen. Jeder Starter zahlte einen Euro für die gute Sache. Mitglieder der Rumänienhilfe gaben den Sportlern, darunter auch der Simmerner VG-Bürgermeister Michael Boos (rechts), anlässlich der Scheckübergabe einen Einblick in die Aufgaben ihres Vereins. Foto: Werner Dupuis

Ehrenamtspreis 2016

Auszug aus dem Bericht der Rhein-Zeitung vom 08.12.2016

Ehrenamtspreis geht an drei Initiativen

Würdigung Landrat Marlon Bröhr stellt die Wichtigkeit der selbstlosen

Hilfeleistungen für die Allgemeinheit heraus

Von unserem Reporter

Werner Dupuis

Simmern. Die Jury aus Mitgliedern des Kreistags hatte es sich nicht einfach

gemacht. Sie hatte die Qual der Wahl, aus 32 Vorschlägen die Preisträger des

diesjährigen Ehrenamtspreises auszuwählen. Empfohlen waren

Einzelpersonen und Gruppen von Mandatsträgern, Parteien und aus der

Bürgerschaft.

Der Ehrenamtspreis 2016 des Rhein-Hunsrück-Kreises wurde schließlich an

Alwin Karbach aus Schwall, dem Verein zur Unterstützung bedürftiger Kinder in

Rumänien und der Dorfjugend und an die Backeskicker aus Wahlenau

vergeben. Eine lobende Anerkennung für die mannigfaltigen Aktivitäten in ihrer

Gemeinde Ravengiersburg erhielt ein ehrenamtlicher Helferkreis, der zu allen

Gelegenheiten und ohne viel Aufhebens aktiv ist.

Als Stellvertreter für viele Tausende im Kreis, die zum Wohle der Gesellschaft

und der Allgemeinheit ehrenamtlich regelmäßig tätig sind, würdigte Landrat

Marlon Bröhr bei der Verleihung im Kreishaus die Preisträger. Zu den Gästen

des Empfangs zählte auch die Abgeordnete der AfD im Mainzer Landtag, Dr.

Sylvia Groß.

......

Seit 1980 ist der Verein zur Unterstützung bedürftiger Kinder in Rumänien

aktiv. Entstanden ist er aus einer privaten Initiative von Menschen, die,

aufgerüttelt durch Presseberichte, das Elend rumänischer Waisenkinder lindern

wollten. Politisch und konfessionell völlig ungebunden, zählt der Verein heute

96 Mitglieder aller Alters- und Berufsgruppen.

Sein aktueller Vorsitzender Michael Nagel managte seit 1990 mehr als 100

Hilfstransporte und begleitet jeden Konvoi. Viele freiwillige Helfer treffen sich

Woche für Woche, um Spenden zu sammeln und im ehemaligen

Raiffeisenlager in Wahlbach die Hilfsgüter zu sortieren und versandfertig zu

machen.

.......

Liebe Helferinnen/Helfer und Gönner unseres Vereins,

 

im Jahre 2016 haben Sie durch Ihren Beitrag mitgeholfen, dass wir arme und benachteiligte Menschen in Rumänien in ihrer schwierigen Lebenssituation ein wenig unterstützen konnten!  

Für Ihre Großzü​gigkeit sagen ich im Namen des Vorstandes HERZLICHEN DANK!

Lesen  Sie dazu folgende Geschichte, die aufzeigen soll, was wir mit ihrer Hilfe bewirken konnten:

Das zweite Leben eines Bananenkartons 

Nachdem ich meine erste Aufgabe erfüllt habe, nämlich Bananen aus einem fernen Land bis zum GLOBUS Handelshof in Simmern zu transportieren, warte ich im dortigen Lager auf mei-nen letzten Weg zur Papierpresse. Doch unerwartet erhalte ich eine zweite Verwendungs-chance! Vor den Eingängen des  Supermarktes sammeln an den beiden ersten Samstagen im Advent Ehrenamtliche eines Vereins Lebensmittel für rumänische Heim- und Waisenkinder. Eine Aktion, die sich seit mehr als 15 Jahren bewährt hat.                                                 Mein Weg geht nun in eine  andere Richtung.                                                                                     Da ich, wie viele meiner Kollegen sehr robust und handlich bin, füllt man mich mit Grundnah-rungsmitteln.  In den anderen Kartons werden Konserven, Beutel mit Kakaopulver, Brotauf-strich aus Schokolade,  Wasch- und Pflegeartikel sowie Süßigkeiten und Gebäck verstaut. Bis zum Weitertransport Anfang Januar bringt man mich zu einem Zwischenlager nach Wahlbach, wo viele meiner Artgenossen, mit Kleidung, Bettwäsche, Pflegeartikeln u. Stricksachen gepackt, mir Gesellschaft leisten. Überrascht bin ich, was sich in dieser Halle   alles angesammelt hat! Wie alle anderen Kartons werde ich beschriftet und  auf einen Stapel gesetzt. Die Tage vor und nach Weihnachten sind jedoch keineswegs ruhig. In unmittelbarer Umgebung wird noch sortiert und gepackt, und mehr und mehr füllt sich das Lager. Ein Höhepunkt ist am Samstag vor dem dritten Advent die Lieferung gesammelter Lebensmittel, Pflegeartikel und Arzneimittel aus dem Taunusort Grävenwiesbach. Zwei hochgestapelte Paletten mit handlichen Kartons stehen mir nun gegenüber. Kurz nach Neujahr gibt es  aus Restbeständen von GLOBUS noch „süßen“ Zuwachs.                                                                             Am frühen Morgen des 7. Januar werde ich  durch Motorengeräusche und das Quietschen des aufgehenden  Eingangstores an unserem Lager in meiner Ruhe aufgeschreckt. Unzählige fleißige Hände verladen mich und die Kollegen, vorsortiert nach einem festen Plan, auf einen LKW mit Anhänger, Gesamtgewicht ca. 40 Tonnen. Die Firma TCG aus Langenlonsheim vermietet uns seit Jahren ihre Lastfahrzeuge zu günstigen Konditionen.                                     Bereit für eine weite Reise nach Osteuropa warte ich nun auf die Abfahrt am Sonntagfrüh!

Über Frankfurt, Nürnberg und Passau erreicht die wertvolle Fracht die deutsch/österreichische Grenze. Zum Glück gestatten unsere östlichen Nachbarn den LKW-Zügen mit Hilfsgütern auch sonntags freie Fahrt, so dass bereits am späten Abend die österreichisch/ungarische Grenze erreicht ist!                                                                                                                                                     Ab Mitternacht nehmen dann die freiwilligen Fahrer das letzte Teilstück durch Ungarn in Angriff. Nach Kontrolle und Grenzübertritt, wie meistens mit einigen Schikanen und Bußgeldandrohungen, bin ich mit meinen Kollegen am Montagfrüh, müde von der langen Fahrt, in RUMÄNIEN angekommen.                                                                             Nun noch etwa 55 Kilometer in nördliche Richtung auf teils schlechten Straßen und die erste Abladestelle, das Kinderheim „Samuelhaus“ ist erreicht.

Die vorausgefahrene fünfköpfige Helfergruppe, einige Kinder und das Personal erwarten uns bereits. Nach kurzer Erholung der Fahrer wird zügig mit der Entladung von Kleiderpaketen, Kleinmöbel, Matratzen, Pflegeartikeln, Geschenkpaketen und natürlich Lebensmitteln begonnen. Die Kinder der örtlichen Kita erhalten Geschenkpakete, Spielsachen und Süßigkeiten. Die restliche Zeit des Tages ist ausgefüllt mit Gesprächen, wie immer übersetzt von Laura Fuzesi, einer Vorführung der Kinder des „Samuelhauses “, dem Verteilen der Geschenkpakete an Kinder und Personal und „Ausruhen“ von der langen Fahrt.

Nach einem ausgiebigen Frühstück fährt der ganze Konvoi am nächsten Morgen in das 15 Kilometer entfernte Städtchen MARGHITA. Seit einigen Jahren versorgen wir das Bezirkskrankenhaus „Dr. POP Mircea“,  insbesondere aber die Neugeborenen- und Kinderstatioin mit bestimmten Hilfsgütern. Die Direktorin Aliz Bradacs und der kinderarzt Dr. Jozsef Szabo erwarten uns bereits. Wieder verlassen mich einige artgenossen, diesmal gefüllt mit weißer Berttwäsche, Kinderkleidung, Einmalartikeln für ein Krankenhaus, Pflegeartikeln der Firma SEBAMED. Auch 40 Drehstühle aus dem gymnasium in Simmern, Gehhilfen, Rollstüphle und Verbandsmaterial aus sozialen Einrichtungen, finden in diesem Krankenhaus ihre Wieder- bzw. Weiterverwendung. Nach einem schmackhaften Mittagessen werden wirden wir mit guten Wünschen freundlich verabschiedet.

Ein kleiner Umweg in Richtung Oradea bringt uns nach DIOSIG, einem Dorf im recht dünn besiedelten Nordwesten Rumäniens. Einige meiner Kollegen, gefüllt mit Kleidung, Lebensmitteln, Pflegeartikeln und Süßigkeiten, sollen die dort ansässige Frauenorganisation „Zu Hause in Diosig“ unterstützen. Durch Vermittlung unserer Dolmetscherin Laura Fuzesi sind wir auf diese Gruppe aufmerksam geworden. Die Mitglieder kümmern sich um arme und bedürftige Familien und besonders um die Schulausbildung der vernachlässigten Kinder, die durch Armut und weite Schulwege sehr benachteiligt werden. Nach dem Abladen ist unsere  Gruppe, wie in Rumänien üblich, zu einem kleinen Imbiss eingeladen, und wird mit einem Bildervortrag über die gezielte Arbeit der Frauen informiert.

Von hier aus geht es über die größte Stadt dieser Gegend, ORADEA, auf direktem Weg in Richtung ALESD. Im Kinder -und Jugendhaus „Kajanto Maria“ warten die Kinder schon sehnsüchtig auf unsere Ankunft. Freundlich begrüßt uns die Heimleiterin Eva Denes, umgeben von einer fröhlichen Kinderschar. Da wir viele der Kleinen mit Namen kennen, ist die Begrüßung immer etwas Besonderes. Schon kurze Zeit später beobachte ich beim Abladen, wie Kinder und Personal fleißig mit anpacken. Nach dem Abendessen werden im „Wohnzimmer“ die mitgebrachten Geschenkpakete verteilt. Spannend ist es, wenn die Päckchen geöffnet werden, und die Kinder zeigen, was sie darin entdeckt haben.                                       Leider können die Frauen, die all dies vorbereitet haben, diese Augenblicke nicht persönlich erleben!

Am Mittwochvormittag werden einige Kartons mit Süßigkeiten und die Weihnachtspäckchen aus den Kindergärten in Buch und Schwabenheim  in den Kindertagesstätten in URVIND und PESTIS und dem angegliederten Kindergarten der Schule in LUNCSOARA an die anwesenden  Kinder verteilt. Wegen der strengen Kälte, minus 18 Grad, sind viele zu Hause geblieben.

Nach dem Frühstück am Donnerstag fahren wir zur Schule in TILEAGD. Von weiteren Kollegen mit Kleidung, Bettwäsche, Lebensmitteln für die Schulküche, Süßigkeiten und Artikel für den Unterricht muss ich mich nun verabschieden. Die Direktorin Marinela Buzle, die seit 25 Jahren hier unterrichtet, betont bei einem kurzen Gespräch, dass sie sich immer über unsere Hilfe freut und diese für Schule und Internat sehr wertvoll ist.

Die letzte Abladestelle ist nun nicht mehr weit. Im Lager der Organisation „CE-Oradea“, werde ich mit den restlichen Artgenossen zwischengelagert und in den nächsten Tagen an die entsprechenden Stellen verteilt. „CE-Oradea“ ist eine kirchliche Einrichtung mit den Bereichen „Betreuung armer und bedürftiger Kinder und Familien“, "Nachmittagsprogramm für Kinder aus sozialschwachen Familien“, „Bibelstunden für alle Altersgruppen“, „Seniorenbetreuung“ und „Seniorenpflegedienst“.                                                                                             Da ich mnit Lebensmitteln gefüllt bin, lande ich, schneller als erwartet, in der Küche dieser caritativen Einrichtung. Hier wird mein Inhalt in kleine Portionen aufgeteilt und an arme und bedürftige Familien weitergegeben.

So hat meine zweite Verwendung noch einen sinnvollen Nutzen gebracht. Ich konnte mit-helfen, vielen armen Menschen eine kleine Freude zu bereiten, und ein wenig Entlastung in deren Alltag zu bringen.

                                       


 

Hilfstransport im Januar 2016

Der Transport ist in Rumänien eingetroffen. Um 08:30 Uhr war der LKw an der ersten "Station" in Misca im Samuel Haus.

 

Direkt nach der Ankunft am Morgen in Misca wird ausgeladen.
Mit Spannung erwarten die Kinder die Weihnachtspäckchen

Die Freude der Kinder ist riesengroß

Die große Rutsche ist jetzt eingetroffen

 

Frau Matild Loriucz von den Cemtrum Scolar (Schule) in Tileagd bedankt sich recht herzlich auf ihrer Facebok-Seite.

      

Verein zur Unterstützung bedürftiger Kinder

in Rumänien e.V.

Vorsitzender

Michael Nagel

Fustenburgstr. 15

55469 Simmern

Tel.: 06761/ 3493

Mobil: 0170/1866572

nagel.michael1@gmx.net

GEMEINNÜTZIG

ANERKANNT

Unser Spendenkonto

Volksbank Hunsrück eG, Simmern

IBAN: DE37560614720008000769

BIC: GENODED1KHK

 

oder

Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, Simmern

IBAN: DE96560517900002202299

BIC: MALADE51SIM

(Ihre Spende bitte mit dem Betreff: Rumänienhilfe)

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© Verein zur Unterstützung bedürftiger Kinder in Rumänien e. V. (Hunsrück), Richard Nikolai (Schriftführer)