Hilfstransport vom 06.-11.Januar 2019

Sonntag, 06. Januar 2019

Der LKw (KH-TG 431) mit Holger Hoffmann und Bernd Stüber fahren um 07:00 Uhr in Wahlbach ab.

Der Kleintransporter (EU-BK 3682) mit Josef Schmitt, Arnd Federhenn, Wilhelm Storr und Michael Nagel folgen unmittelbar danach.

Ankunft in MISCA (23:45 Uhr/OZ 00:45 Uhr/1372 km)

Übernachung im "Samuelhaus".

Montag, 07. Januar 2019

Ankunft des LKw in Misca (10:30 Uhr OZ)

Die Hilfsgüter für das Kinderheim "Samuelhaus" werden teilweise in einem Container zwischengelagert.

Lebensmittel, Pflegeartikel und Geschenkpakete für die Kinder, das Personal und den örtlichen Kindergarten bringen wir direkt in das Kinderheim.

Leider sind keine Kinder im Haus, da in Rumänien noch Ferien sind.

Nach dem Mittagessen und einem längeren Gespräch über die derzeitige Situation der Einrichtung und Pläne/Vorhaben für das Jahr 2019 mit der Heimleiterin Csilla Bertalan besuchen wir dann am Nachmittag vier Familien in der näheren Umgebung.

 

Kiraly Katalin aus Oradea steht uns erstmals als Dolmetscherin zur Verfügung.

 

Wir übernachten noch einmal im Samuelhaus.

Dienstag, 08. Januar 2019

Wir fahren um 09:00 Uhr zum Krankenhaus MARGHITA.

Die mitgebrachten Hilfsgüter sind schnell abeladen, da viele Helfer zur Verfügung stehen.

Beim anschließenden Treffen mit der Krankenhausdirektiorin überrascht man uns mit der Feststellung, dass wir jetzt schon 20 Jahre das Krankenhaus unterstützen. Etwas was uns in der kurzlebigen Zeit nicht mehr bewusst war. Ein Vertreter der örtlichen Presse wird darüber berichten!

 

Danach Besuch der Frauengemeinschaft DIOSIG, die sich um sozial schwache Familien kümmern.

Nach dem Abladen informiert uns Monika Fazekas mittels einem Diavortrag über das, was die Frauengemeinschaft mit den Hilfsgütern bewirkt hat. Natürlich wurden wir auch hier beköstigt!

 

Nächste Abladestation war in UILEACU DE CRIS, das Gemeindehaus der Ref. Kirchengemeinde.

Matilda, seit Jahren unsere Ansprechpartnerin für TILEAGD, ist in dieser Gemeinde zu Hause. Sie hat den Kontakt hergestellt und alles organisiert. Wir waren erstaunt, wie reibungslos alles funktioniert hat.

Natürlich hatten auch hier die Frauen mit der Pfarrerin Ildiko Maior Essen und Trinken für uns vorbereitet.

 

Anschließend fuhren wir zum Kinder- und Jugendhaus "Kajanto Maria" in ALESD.

Auch hier hat man uns erwartet und das Wiedersehen mit den Kindern und dem Personal war entsprechend herzlich.

Sehr erfreut war auch die neue Heimleiterin Julia Balla. Da sie die deutsche Sprache beherrscht, war die Kommunikation sehr angenehm.

 

Wir beziehen unsere Unterkunft im Gemeindehaus der reformierten Kirchengemeinde ALESD.

 

Mittwoch, 09. Januar 2019

Nach dem Frühstück laden wir zügig die mitgebrachten Hilfsgüter für das Kinderheim "Kajanto Maria" und die Geschenkpakete für das Haus und den örtlichen Kindergarten ab.

Es sollte alles "unsichtbar" geschehen, wenn um 09:30 Uhr eine Kommisssion der rumänischen Behörden die Überprüfung des Hauses zur Erneuerung der Zulassung fortsetzen will.

Entsprechend nervös waren Heimleitung und Personal. Hängt doch vom Ergebnis die minimale aber wichtige Unterstützung des Hauses durch den rumänischen Staat ab.

 

Anschließend sind wir unterwegs zur Schule in LUNCSOARA.

Wir laden dort Kleider für arme Familien ab. Weiterhin Artikel und Material für den Schulbetrieb und Geschenkpakete für den Kindergarten.

Für deren Verteilung wird der Direktor Adrian Botici sorgen.

 

Weil für die Rückreise des LKw am Donnerstag schlechteres Wetter angekündigt ist, entschließen wir uns kurzfristig umzuorganisieren. Wir werden bereits direkt im Anschluss die Hilfsgüter für EC-Oradea, das Kinderheim SALONTA und das Altenheim in TENKE in das Lager nach OSORHEI bringen.

Zwei Telefonate mit dem Lagerverwalter Laszio durch unsere Dolmetscherin Gabriella und alles funktioniert reibungslos. In knapp einer Stunde ist auch der LKw entladen.

 

Am frühen Nachmittag kann der LKw von Alesd aus die Heimreise antreten.

Donnerstag, 10. Januar 2019

Endlich finden wir Zeit, mit Julia Balla über die "neue Aufgabe", ihre Pläne für dieses Jahr und die Situation des Hauses zu sprechen. Wir haben ihr ausdrücklich unsere Unterstützung zugesagt.

 

Gegen 11:00 Uhr fahr wir nach ORADEA und besuchen Eva Denes an ihrer neuen Wirkungsstätte in einer Behindertenwerkstatt der Diakonie mitten in der Stadt.

Danach fuhren wir im Hause von EC-Oradea ein längeres Gespräch mit der Lehrerin Tünde, die an den Nachmittagen 22 Kinder aus sozialschwachen oder armen Familien versorgt und betreut.

 

Nach kurzen privaten Besuchen in PALOTA und ORADEA kommen wir zurück nach ALESD, wo wir nach dem Abendessen die Weihnachtspakete an die Kinder verteilen.

 

Wie immer - eine riesige Freude bei den Kindern!

Freitag, 11. Januar 2019

In der Nacht um 03:00 Uhr tritt die Gruppe die Heimreise an. Nach einer recht guten Fahrt ist diese Reise um 20:00 Uhr in Simmern beendet. Dankenswerterweise bringt Hans Peter Sody den Leihwagen am nächsten Morgen nach Mülheim Kärlich, wo er von Richard Nikolai abgeholt wird.

D A N K E

allen, die zum Gelingen dieses Hilfstransportes beigetragen haben.

WICHTIGER HINWEIS

Wer hat diesen Schrott geliefert?

 

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, das wir nur gut erhaltene, gebrauchte und vor allem funktionsfähige Gegenstände annehmen und diese nach Rumänien transportieren !

Die bedürftigen Menschen in diesem osteuropäischen Land haben wenig Möglichkeiten zu reparieren, geschweige denn, Ersatzteile zu besorgen.

 

Wir bitten um Verständnis und Berücksichtigung bei weiteren Sachspenden.

 

Für Rückfragen dazu stehen Ihnen Annette Sody (Tel. 06764/1668) oder Michael Nagel (Tel 06761/3493) gerne zur Verfügung.

Mittwoch, 01.01.2014 bis Montag, 06.01.2014

Seit über zwanzig Jahren engagiert sicher der "Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder in Rumänien" für die Kinder in diesem Land. Und so startete am Neujahrstag 2014 wieder ein Transport mit Hilfsgütern nach Rumänien. Diese Hilfsgüter bestanden vornehmlich aus Kleidung und Nahrungsmitteln. Die Nahrungsmittel wurden an zwei Samstagen in der Vorweihnachtszeit am Globus in Simmern gesammelt.

Viele fleißige Helfer waren in Wahlfach vor Ort, um die Hilfsgüter in den vierzig Tonner mit Anhänger zu verfrachten. Am Neujahrstag ging es um 09:00 Uhr für die beiden Fahrer Volker Mayer und Oliver Menk auf die Fahrt in das 1400 km entfernte Alesd im Kreischgebiet im Norden des Apuseni Gebirges. Ein recht hoher finanzieller Aufwand alleine für die Fahrt notwendig. Diesel und vor allem die Mautkosten in Österreich, Ungarn und Rumänien sind hierbei aufzubringen. Knapp 600 Euro für die Maut in den drei Ländern schlagen zu Buche. In Deutschland werden keine Mautkosten für den humanitären Transport fällig.

Am frühen Donnerstagmorgen treffen die beiden Fahrer in Rumänien nach zwanzig stündiger Fahrt ein. Zunächst geht es nach Tileagd. Die Centru Scolar pentru Educatie incluziva in Tileagd war im Jahr 1991 das erste Projekt der Rumänienhilfe aus dem Hunsrück. Es handelt sich seit November 2005 um eine Schule mit integriertem Heimbetrieb. Zurzeit werden 120 lernbehinderte Kinder betreut. Die Kinder sind zwischen sechs und fünfzehn Jahre alt. Sechzig Kinder kommen am Nachmittag aus anderen Schulen zum Essen und zum Hausaufgaben machen dazu. Pro Kind stehen 7 Ron (das sind ca. 4,50 Euro) zur Verfügung. So fanden die Hilfsgüter, bestehend aus Schulartikeln, Kleidung, Lebensmittel und einige Schreibtische aus dem Hunsrück dankbare Abnehmer in der Schule in Tileagd. Nach dem Abladen wurden noch Gespräche mit der Schulleiterin Frau Silvia Ficut und den Lehrern geführt, um zu erfahren ob und wie die Hilfsgüter verwendet werden.

Am Nachmittag ging es zum Kinderheim "Kajanto Maria" in Alesd. Alesd ist die Hauptanlaufstelle in Rumänien. Hier sind nicht nur die beiden LKw Fahrer untergebracht. Der Vorsitzende Michael Nagel kam mit sechs Helfern  im Kleinbus nach Rumänien.

Einen herzlichen Empfang wurden den Helfern aus Deutschland in dem Kinderheim bereitet. Man kennt sich seit vielen Jahren und hat ein gutes Verhältnis. Nachdem die ehemalige Heimleiterin Frau Dr. Annemarie Sadler im Sommer gestorben war, hat Frau Eva Dennes eine junge Pfarrersfrau am 01. Juni 2013 die Heimleitung übernommen. Derzeit befinden sich 29 Kinder und Jugendliche in dem Kinderheim. Die Kinder kommen als Kleinkind hierher und werden bis zu ihrem Berufsleben dort betreut und auf  Ihren Lebensweg vorbereitet. Die Kinder und Jugendlichen die hier sind haben sicherlich gute Chancen auf eine lebenswerte Zukunft in Rumänien.

Am zweiten Tag ging es über sehr schlechte Straßen nach Marghita in das dortige Krankenhaus. Hier wurden vornehmlich Medikamente und medizinische Güter abgeladen. Die gespendeten Medikamente übergeben wir nur an ärztliches Personal. Die Deutschlehrerin Frau Laura Fuzesi steht uns an diesem Tag als Übersetzerin zur Verfügung. Der Chefarzt der Kinderstation Dr. Josef  Szabo und die Direktorin des Krankenhauses luden die Gruppe nach dem Abladen zum Essen und zu Gesprächen und Meinungsaustausch ein.

Dr. Josef Szabo berichtet von dem neuen Gebäude, das nach sechs Monaten Bauzeit fertiggestellt wurde. Derzeit sind in dem Krankenhaus insgesamt  260 Patienten. In dem Krankenhaus befinden sich Abteilungen für Chirugie, intensiv und innere Medizin, HNO, Psychiatrie und eine Kinderstation.

Am Nachmittag ging es zur zweiten Station an diesem Tag - in das Kinderheim "Samuel Haus" in Misca. Auch hier erfuhren die Helfer aus dem Hunsrück einiges über die Situation im Kinderheim. Die derzeitige finanzielle Situation ist sehr schlecht. Es ist schwierig, so die Heimleiterin Frau Csilla Bertalan das Gehalt (200 Euro pro Monat) für das Personal (sieben Personen) aufzubringen. Die Familien sind bei Weitem nicht in der Lage, die Kosten zu tragen. Das Samuelhaus erhält keine nenneswerten Spenden und kaum staatliche Unterstützung. Es wird von Monat zu Monat gewirtschaftet und der Fortbestand ist sehr unsicher. Benötigt werden nach wie vor Geld- und Sachspenden. Oftmals geht man dazu über, Hilfsgüter aus Deutschland an die ortsansässigen Bauern zu geben, um somit Lebensmittel (Kartoffeln, Gemüse etc.) einzutauschen. Die Sozialpädagogin Frau Csilla Bertalan teilte mit, daß der Email Kontakt zum Verein sehr gut funktioniert und auch notwendig ist. So kann man sich darüber austauschen, was am dringendsten benötigt wird.

Derzeit leben 14 Kinder im Samuelhaus. 18 Kinder kommen aus dem Dorf und die Heimleitung steht mit ungefähr 30 Familien in Kontakt.

Anschließend wurden zwei Familien im Ort besucht, um ein Bild von den Lebensumständen zu bekommen. Betroffen von der Not und Armut in drei Familien, die wir besucht haben, treten wir die Rückfahrt in unsere Unterkunft an.  

Am nächsten Tag wurden die restlichen Hilfsgüter in der Schule in Luncsoara abgeladen. Auch hier wurde die deutsche Gruppe über die Arbeit umfassend informiert. Der Direktor Herr Adrain Botici und eine Lehrerin berichteten über ihre Arbeit mit dem 165 Kinder der Schule und den 33 Kindern des angegliederten Kindergartens. Angedacht ist der Anbau eines Sportplatzes, wozu natürlich das Geld im Moment nicht vorhanden ist.

Am Nachmittag trat die LKw Besatzung die Heimreise an. Die anderen Mitglieder der Gruppe besuchten am Samstagnachmittag und im Verlauf des Sonntags noch Familien in der Umgebung. Durch die Unterstützung aus dem Hunsrück haben es viele Kinder geschafft, Familien zu gründen und ihren Lebensunterhalt durch Arbeit selbst zu bestreiten. Die Erleichterung und daraus resultierende Dankbarkeit für die mitgebrachten Hilfsgüter war bei allen Beschenkten deutlich zu spüren. Die unter "privat" geführten Heime in Ales und Misca können nur mit Hilfe von Spenden verschiedener ausländischer Organisationen den Heimbetrieb aufrechterhalten, weil sie keine offiziell geförderte Einrichtung sind und der Staat sie deshalb kaum unterstützt. Die Gastfreundschaft der besuchten Rumänien ermöglicht es, intensive Gespräche zu führen, sich auszutauschen und zu erfahren  "wo der Schuh drückt", welche Prioritäten gesetzt werden und wie wir in der Zukunft unsere Hilfe noch gezielter einbringen können. Wer einmal die Not und Armut, insbesondere die der Kinder erlebt hat, wird immer wieder angespornt, diese Art von Hilfe weiterzuführen.

Kontakte werden auch über das soziale Netzwerk Facebook zu den Jugendlichen und Familien auch aus der Ferne gepflegt.

 

      

Verein zur Unterstützung bedürftiger Kinder

in Rumänien e.V.

Vorsitzender

Michael Nagel

Fustenburgstr. 15

55469 Simmern

Tel.: 06761/ 3493

Mobil: 0170/1866572

nagel.michael1@gmx.net

GEMEINNÜTZIG

ANERKANNT

Unser Spendenkonto

Volksbank Hunsrück eG, Simmern

IBAN: DE37560614720008000769

BIC: GENODED1KHK

 

oder

Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, Simmern

IBAN: DE96560517900002202299

BIC: MALADE51SIM

(Ihre Spende bitte mit dem Betreff: Rumänienhilfe)

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Verein zur Unterstützung bedürftiger Kinder in Rumänien e. V. (Hunsrück), Richard Nikolai (Schriftführer)